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Gästebuch

"Verflucht" zischte Azur, als sich ein paar Steine aus dem Fels löste, an dem sie sich gerade abseilte, und gen Erde flogen, aber nicht ohne dabei ein paar mal geräuschvoll an die Steinwand zu prallen, die den Lärm dankbar in die weite Welt hallen ließ. Einer der Suchscheinwerfer des Lagers beleuchtete unvermittelt den Bereich am Boden unter ihr, wo die Steine langsam ausrollten.

Azur beobachtete den Lichtkegel, der das kleine Stück unter ihr taghell erleuchtete. Sie hielt sich an dem dicken Tau fest, das sie gerade davon abhielt, genau in diesen Bereich zu stürzen. Je länger der Schweinwerfer misstrauisch an der selben Stelle verharrte, desto nervöser wurde ihr Griff und desto mehr drohte sie abzurutschen. Doch dann kam langsam Bewegung in das Spiel: Der Wachposten entschloss sich offensichtlich die Felswand abzusuchen, an der Azur noch mit letzter Kraft hing. Der Lichtschein fuhrt senkrecht an der Wand entlang und kam bedrohlich in ihre Nähe. Doch Azur hatte geistesanwesend den Karabinerhaken gelöst und sprang mit einem kräftigen Satz seitlich aus dem Weg.

Das Tau hatte eine Vorrichtung, dass es sich automatisch einzog, wenn es gelöst wurde, sodass keine all zu offensichtlichen Überbleibsel für den Scheinwerfer von ihr zurück bleiben würde. Das Problem war vielmehr, dass Azur sich in mehreren Metern höhe gelöst hatte und jetzt äußerst elegant und äußerst schnell in Richtung Boden segelte. Glücklicherweise stand am Boden ein mittelgroßer Strauch bereit, der nicht nur ihren Sturz abfing, sondern auch gleichzeitig als Deckung diente, während sie versuchte festzustellen, wo oben und wo unten war. Leise fluchend kletterte sie aus dem Gestrüpp heraus und klopfte den gröbsten Dreck von ihrem Klamotten.

Die Aufmerksamkeit des Wachpostens, hatte sich auch wieder auf andere Bereiche verlagert, sodass es für sie kein Problem war in geduckter Haltung in Richtung des Zaunes zu stürmen und mit einer kaum merklichen Bewegung, sowohl ihre Langdolche zu ziehen, als auch blitzschnell ein passendes Loch in den Zaun zu schnitzen, durch das sie schlüpfen konnte.

Da stand sie nun endlich, kurz vor dem entscheidenden Teil ihres Berufs. Die tagelange Planung und Vorbereitung hatte sich also gelohnt. Sie beobachte die Patrouillen, das Lager und verglich diese Informationen mit der Karte, die sie sich eingeprägt hatte. Endlich war es soweit, ein kurzes grinsen huschte über ihre Lippen.

2.4.07 20:48
 
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